»Meine Suchmaschine glaubt an mich, so wie ich an sie glaube, sagt sie« ist Thomas Glatz’ erster Lyrikband. Warum Suchmaschinengedichte in Zeiten, wo doch KI das neue große Ding ist? Dies ist fast schon ein poetischer Rückblick. Einer, der etwas klar macht: dichter sind sowas von Die KI ist auf dem Vormarsch, das Aleatorisch-Poetische, das unfreiwillig Komische der Autovervollständigen-Funktion der Suchmaschine, das gespeicherte kollektive Unwissen wird vielleicht bald verschwunden sein. Alle werden alles wissen. gedichte sind ganz schön Hier also der vermutlich erste Lyrikband (und vielleicht auch der letzte) der ausschließlich aus Suchmaschinengedichten besteht. Ein vergnügliches, witziges, zum Nachsinnen anregendes Zeitdokument. Fast schon wieder Nostalgie. Ein höchst ungewöhnliches Buch. Die Sprache ist ein Baukasten, ein Setzkasten, ein Puzzle, eine große Datenbank, ein Verschiebebahnhof, eine große Textmenge wahrscheinlicher und weniger wahrscheinlicher Kombinationen. Das wird hier besonders gut sichtbar. Auch für die Zukunft! … Und wird die KI auch an mich glauben? Oder werden wir dran glauben müssen? schreib mir ein gedicht Mit Titel-Handschrift des Autors.
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