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Nikolai Vogel: Hier und ohne uns

Nikolai Vogel

Hier und ohne uns

 

Black Ink Lyrik
3 x 40 Seiten, geheftet, EUR 22
Veröffentlichung: 27.02.2026

ISBN 978-3-930654-82-6

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Cover (600 dpi)

Dieses Echo des Urknalls
Vielleicht ist es ein Schrei
Aber wie um alles in der Welt
Sollen wir denn zu Hilfe eilen
Anklang und Ausklang

Mit »Hier und ohne uns« legt Nikolai Vogel ein Langgedicht in drei Teilen zu je 1111 Versen vor. »Hier« beginnt im Fokus eines beobachtenden Subjektes, dessen Atem in unmittelbarer dringlicher Gegenwartserfahrung in freien, meist kurzen Versen einsetzt und dessen Anfangsstakkato ruhiger wird im Fortgang eines sprunghaft geführten inneren Monologs. Der zweite Teil, »Und«, ist wie eine Art Brücke, die eine lange, durch die Konjunktion »und« verbundene, rhythmische Aufzählung trägt, in der das Wahrnehmen, das Erinnern und das Vorstellen von Welt assoziativ als eine einzige, wellenförmige Bewegung verfasst wird, ein Ziehen und Weiterziehen des Alltags, eine große Gleichzeitigkeit.

Und Wasserhähne und verlegte Fliesen und
Das Barfußlaufen auf glatten Flächen und über Wiesen
Und die Kiesel und Rollsplitt und Pfützen und
Der Matsch und das Platschen kaum kannst du gehen
Und auf dem Hosenboden alle paar Schritte und
Was die Knie mitmachen und Fallen lernen von klein auf

In »Ohne uns« gibt es schließlich kein lyrisches Ich mehr – auch das vorgestellte Sprechen zu einem Du ist verschwunden –, die Rolle des Menschen geht darin verloren, und die Natur kommt wie sich selbst überlassen zur Sprache. Als habe zwar Sprache überlebt, betört von Bewegung in Gegenwart von Tieren und Pflanzen – der Mensch jedoch bleibt abwesend und unerklärt. Ein vorausblickender Rückblick? Wie ist die Welt verfasst, unmittelbar nach dem Menschen? Schreibt die Natur … was schreibt die Natur …

Die Nacht faltet Licht
Und ein anderes Krabbeln
Beginnt wie Ablösung
Schichtbetrieb Räumdienst
Einzeln unterwegs oder als

Nach seinen Bänden »Fragmente zu einem Langgedicht« (gutleut verlag 2019) und »Vielzweckbuch« (edition offenes feld 2021) ist »Hier und ohne uns« das dritte buchlange Gedicht von Nikolai Vogel, das die Offenheit der Welt und des Sinns in seine Verse holt und dabei wesentlich auch von den Erinnerungen und Assoziationen lebt, die individuell während der Lektüre ausgelöst werden.

Mit Titel-Handschrift des Autors.

Die drei Teile des Komplett-Sets:

Nikolai Vogel: Hier und ohne uns, Teil 1

Nikolai Vogel: Hier und ohne uns, Teil 2

Nikolai Vogel: Hier und ohne uns, Teil 3

 

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